Der Filter

Die Welt der Technologie und der Medien

App-Empfehlung: Genial Retro – Die Moleskine-App

Moleskine steht für die Wiederentdeckung des papierenen Notizbuchs. Für Haptik und Rascheln, einen altmodischen Gummizug zum Festmachen und eine Tasche im Notizbuch, in der man echte Visitkarten aufbewahren kann. Natürlich ist gerade bei einem solchen Produkt die Verbindung in die digitale Welt wichtig für die Markenentwicklung. Die Moleskine-App ist eine solche, sie simuliert Moleskine-Notizbücher auf einem Smartphone. Das „Look & Feel“ des Originals bleibt erhalten, wie etwa der elfenbeinfarbige Hintergrund, […]

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Buch-Tipp: Architektur für die russische Raumfahrt

Schon Sigmund Jähn, Deutschlands erster Raumfahrer, hat auf die Frage nach Unterschieden zwischen amerikanischer und russischen Weltraumprogrammen geantwortet: „Das ist alles das Gleiche. Das sind ernsthafte Leute. Es geht schließlich um Raumfahrt.“ (Raumzeit-Podcast vom 8. April 2011). Selten wurde die Entwicklung der russischen Raumfahrt optisch so gut dokumentiert wie in Philip Meusers 412 Seiten von „Architektur für die russische Raumfahrt“. Das Buch stellt sich in einem Format von 23 × […]

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Buch-Tipp: Haftfalle – Begegnungen im Gefängnis

Die evangelische Gefängnisseelsorgerin Christine Hubka hat ein Buch geschrieben, das die wunden Punkte im Strafvollzug aufzeigen und mögliche Veränderungen erkennbar machen soll. Über Entstehung und Hintergründe und die Kraft des Schreibens berichtet sie im Interview mit Christian Handler.  Wie ist das Buch entstanden? Angefangen hat das Ganze mit einem Kinderbuch. Matthias Geist, der hauptamtliche Gefängnisseelsorger in Wien, hat mich gebeten, ein Buch für Kinder von Inhaftierten Vätern und Müttern zu […]

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Glosse: Stammkunden müssen bestraft werden!

Vor Kurzem habe ich für meine Schließanlage – das Produkt eines namhaften österreichischen Herstellers – neue Schlüssel und Schlösser gekauft. Unsere Familie verwendet das Schlüsselsystem seit rund 50 Jahren, wir sind quasi Stammkunden. Auf der Rechnung habe ich dann den Vermerk entdeckt: „15 % Altanlagenzuschlag“. Nun ist mir klar, dass Stammkunden immer einen höheren Preis zählen werden, denn sie haben ja schon einmal dokumentiert, dass sie kaufwillig sind. Aus Konsumentensicht […]

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Ueber die Einzelheiten dieses odiosen Capitels liessen sich Folianten schreiben und doch würde das Thema noch noch erschöpft werden, denn es gehört eben zu den Unbegreiflichkeiten, mit denen leider gerade unsere Branche überreich ist. 

In anderen Industrien kommen wohl auch bei Lieferungs-Ausschreibungen Preisunterschiede von 5 – 10 Percent vor, aber bei uns geht es damit ins Ungeheuerliche. Zwischen 25, 40, 50, ja 66 2/3 Percent schwanken die Anbote! In welchem Lichte muss da die ehrwürdige Buchdruckerkunst stehen? Was soll das Publicum von uns Buchdruckern als Geschäftsmännern denken! Den Ursachen nachzuforschen, warum es so und nicht anders, d. h. besser ist, würde vergebene Mühe sein. Es gehört einmal zu den charakteristischen Kennzeichen unseres Geschäftsbetriebes, dass Jeder eine andere Basis zu seinen Calculationen annimmt; die Meisten machen es sich noch bequemer, indem sie gar keine Basis haben. Sie calculiren einfach, wenn es der X schon um diesen Preis macht, warum sollte ich nicht noch um so und so viel Percente billiger sein können. In Berlin hat man es mit Feststellung eines Normal-Kundentarifs versucht; wir glauben aber, dass damit der Schleuderei und Schmutzconcurrenz erst recht Thor und Thüre geöffnet worden ist. 

Für heute wollen wir uns nicht mit Betrachtungen und Rathschlägen befassen, sondern wieder einmal ein Factum vorführen: 

Eine Druckerei in der Nähe Wiens an der Westbahn gelegen sendet uns einen illustrirten Preiscourant 16 Großctav-Columnen stark, gemischten Tabellen- und Ziffernsatz, zur Berechnung ein. Wir calculiren, mässig gerechnet, den Satz mit fl. 25-30, Papier wegen des aussergewöhnlich grossen Formates fl. 15, Zurichtung und Druck per Tausend zwei Formen fl. 10, Broschiren fl. 3, so dass ein Preis von fl. 60 für das erste und fl. 30 für das zweite 1000 Exemplare ein gewiss mässiger gewesen wäre. Eine Wiener Firma hatte fl. 100 für das erste 1000 Exemplare verlangt. Der Provinz-College war also schon um ca. 40 Percent billiger. Sein Concurrent ging aber nochmals um beinahe 50 Percent herunter; denn er lieferte das erste 1000 Exemplare um fl. 31, das zweite um fl. 19.

Wo bleibt da die Calculationsbasis und der gesunde Menschenverstand?

Aus: Österreichisch-ungarische Buchdrucker-Zeitung,  Nr. 12 vom 25. März 1886

Glosse: Kundendienst beim Lampenkauf – Lehren für den Druckdienstleister

Vor Kurzem wollten wir neue Lampen für unseren Innenhof kaufen. Es sollten Außenleuchten mit eingebauten Bewegungsmeldern sein. Meine Frau hatte nach kurzer Suche im Internet schon den Onlineshop eines deutschen Lampenversandhauses gefunden, der ganz wunderbare Lampen anbot. „Das geht doch nicht!“, sagte ich zu ihr, denn schließlich und endlich wollen wir ja alle, dass die Wertschöpfung im Land bleibt. Also fuhren wir an einem Samstag gemeinsam zu einem renommierten österreichischen […]

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Buch-Tipp: Corporate Social Responsibility

Ein Buch mit 821 Seiten zu einem so komplexen aktuellen Thema wie „Corporate Social Responsibility“ den Praktikern in den Betrieben ans Herz zu legen, mag vermessen erscheinen. Die gute Aufteilung des umfangreichen Stoffes in einzelne Artikel sorgt im vorliegenden Werk  für eine so ausgezeichnete Lesbarkeit, dass das Buch für den Einsatz in der Praxis uneingeschränkt empfohlen werden kann. Den Herausgeber Andreas Schneider und Réne Schmidpeter ist es gelungen, ein Standardwerk zum […]

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