Der erste Tag nach der Corona-Krise

„Bist du denn völlig verrückt geworden?“, fragte sie, als wir am Flughafen ankamen.

Zwei Stunden später saßen wir im Taxi und fuhren an der Engelsburg vorbei. „Rom ist es“, sagt ich, „weil wenn du nach Rom kommst, dann weißt du, alles ist wieder völlig normal.“

Nach Wochen der Quarantäne hatten wir Anzeichen eines Lagerkollers und das Geräusch eines Flugzeugs war selten geworden. Umso erfreuter hatten wir das Rumpeln des Fahrwerks wahrgenommen, das uns die Landung in Fiumicino angekündigte.

Nach einem Imbiss und einer Flasche Rotwein am Trevi-Brunnen entspannte sich die Lage dann zusehends. Die Via Appia mit den unvergleichlichen Pinien im Sonnenuntergang wurde dann einer dieser Momente, an die wir uns noch Jahrzehnte danach erinnern sollten.

Mit einem Abendessen in Trastevere beendeten wir damals den ersten Tag nach der Corona-Krise.

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