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Print-Koan No. 170: Die maximale unterbrechungsfreie Zeit

Manchmal sind es nur ein paar Minuten, in denen wir uns selbst nicht unterbrechen und konzentriert sind. (Foto: Handler)

Cyberlord Gutenberg besucht einen Mönch im Kloster an der Grenze zwischen der analogen und der digitalen Welt. Er fragt ihn, was er sich für diese Woche an Aufgaben vorgenommen hat. Der Mensch antwortet ihm und erzählt ihm von einer großen Aufgabe. „Diese Aufgabe hast du mir schon in der letzten Woche und in der Woche davor genannt. und du hast sie immer noch nicht erledigt. Warum ist das so?“, fragt der Meister des Analogen und Digitalen nun den Mönch. „Weil mir immer etwas Dringenderes dazwischen kommt? Und ich werde dauernd unterbrochen. Wann habe ich endlich die Zeit, diese große Aufgabe zu beginnen?“, antwortet der Mönch. Cyberlord Gutenberg sagt: „Was hältst du davon, diese große Aufgabe in kleine Teile aufzuteilen? Die Teile könnten so klein sein, dass jeder Teil weniger Zeit zur Erledigung benötigt als deine maximale unterbrechungsfreie Zeit.“ „Das sind aber nur ein paar Minuten. Ich werde es versuchen“, sagt der Mönch. In der nächsten Woche fragt Cyberlord Gutenberg den Mönche wiederum. Die große Aufgabe ist erledigt.Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt. Die Print-Koans handeln von Meister Cyberlord Gutenberg, der die schmale Grenze zwischen Print und Online bewohnt.

Kategorien:Koan, Umwelt

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  1. Ich hab bei “maximale unterbrechungsfreie Zeit“ erstmal an die Zeitspanne gedacht, die man selber bei einer Tätigkeit aushält, ohne abzuschweifen oder sich abzuwenden.
    Ich mag dieses Koan, weil es die muZ nicht von außen diktiert, sondern am eigenen Bedürfnis andockt. Danke!

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