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Sklenskys Rezept: Gekochtes Schulterscherzel

Die Wiener Wirtshauskultur ist weltbekannt. (Foto: Christian Handler)

(Das Rezept stammt aus der Sklensky-Geschichte: Mord an der Graphischen, die in Kürze hier im Blog erscheinen wird. Zwischen den Untersuchungen lädt Ministerialrat Hosiner seine in der Sache ermittelnden Beamten – Major David Tom und Inspektor Johannes Sklensky – einmal zum Mittagessen ein).

Wenig später sitzen sie schon im traditionsreichen Wiener Wirtshaus „Zu den drei Hacken“ im ersten Bezirk.

Hosiner bestellt gekochtes Schulterscherzel für alle drei.

„Dazu eine Flasche Rotgipfler vom Berg vom Alphart aus Traiskirchen, so wie immer, Herr Hofrat?“, fragt der Kellner, der den Ministerialrat und seine Vorlieben offensichtlich gut kennt, es aber wie jeder österreichische Kellner mit den Titeln gerne übertreibt.

Hosiner nickt und lächelt. Für sein Alter wirkt er eigentlich schlank und gut trainiert, denkt sich Sklensky. Er sieht tatsächlich aus wie ein alter Hofrat im eleganten schwarzen Anzug. Nach außen hin ist er anscheinend immer gut aufgelegt. Doch Sklensky kennt auch andere Seiten, denn Hosiner kann sehr laut werden, wenn ihm Sklenskys Ermittlungsmethoden nicht gefallen.

Nun aber erzählt er den beiden Beamten gutgelaunt, wie in Österreich ordentliches Rindfleisch zubereitet wird.

Gekochtes Schulterscherzel

Zutaten (für vier Personen)

2 kg Schulterscherzel

ein paar Fleischknochen

1 großer Zwiebel

Karotten, Sellerie, Lauch, frische Petersilie

1 Lorbeerblatt

Salz

Zubereitung

Das Wichtigste, sagt Ministerialrat Hosiner, ist der Zwiebel. Man gibt ihn mit den Fleischknochen und ein wenig Öl in einen großen vorgeheizten Topf, öffnet das Fenster und lässt den Zwiebel so lange schmoren, bis er schwarz wird. Das ergibt dann später den guten Suppengeschmack.

Danach mit ein paar Litern Wasser aufgießen und leicht salzen.

Das Wasser aufkochen und das Fleisch in das kochende Wasser geben. Rund eine Stunde ziehen lassen, dabei immer wieder den entstehenden Schaum abschöpfen. So klärt sich die Suppe.

Dann das Gemüse und das Lorbeerblatt dazugeben und das Fleisch drei bis vier Stunden lang sieden lassen. Es soll nicht kochen.

Das Gemüse und die Knochen kann man dann mit den typischen Beilagen Semmelkren und Schnittlauchsauce und gerösteten Erdäpfeln am besten gleich mit servieren.

„Was passiert mit den Zwiebeln?“, fragt Sklensky interessiert.

„Die sind nach den vier Stunden ziemlich zerkocht.“, erläutert der Ministerialrat. „Ah, das Fleisch kommt schon. Na also, nehmen Sie sich ein Beispiel an den Drei Hacken, so gehört das gemacht! Guten Appetit!“

Weiter geht es dann noch im September 2018!

Kategorien:Koan, Krimi

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