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Print-Koan #126: Zeitschleife (Auflösung der Schleife)

Es ist früher Morgen im Kloster zwischen der digitalen und der analogen Welt. Die Mönche sind gerade mit der Morgenmeditation beschäftigt, als plötzlich ein Vogel durch das geöffnete Fenster hereinfliegt. Der Vogel schwirrt zweimal rund um den großen Glasluster im Meditationsraum und fliegt sofort wieder hinaus.
Alle reden verwirrt durcheinander. Der junge Mönch Stanislaw blickt erschrocken zu Cyberlord Gutenberg: „Meister,“, sagt er, „wir sind in einer Zeitschleife gefangen!“
„Ja“, sagt Meister Cyberlord Gutenberg, „und es würde ein perfekter Tag werden, voller Gespräche, Begegnungen und Meditationen.“ Er erhebt sich und lächelt: „Vielleicht sollte es immer so bleiben, doch Entwicklung ist nur außerhalb der Komfortzone möglich.“ Er wirft einen Zeitkristall aus seiner Hand in den Brunnen des Klosters. Der Tag wurde anstrengend.
Zum Beginn der Zeitschleife Zur Mitte der Zeitschleife

Dem großen Autor Stanislaw Lem (1921-2006), Meister der Zeitschleifen, gewidmet.

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt. Die Print-Koans handeln von Meister Cyberlord Gutenberg, der die schmale Grenze zwischen Print und Online bewohnt.

Kategorien:Koan

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