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Strategien gegen den Information Overload, Teil 2: Die Ruhe im Notizbuch

Die Erleuchtung kommt meist nur in der vollkommenen Ruhe (Foto: Handler).

Letzte Woche habe ich hier vom externen Gehirn berichtet, das uns helfen kann, uns auf die aktuelle Aufgabe zu konzentrieren.

Die Aufgabe: Elektronische Geräte verführen zur dauernden Ablenkung
Wenn ich es geschafft habe, mich nicht selbst abzulenken, gibt es noch immer meine vielen elektronischen Kanäle, die mich verführen, dauernd etwas anderes zu beginnen.

Neben der E-Mail oder dem Telefon will ich ja auch in sozialen Medien präsent sein – deshalb gibt es immer wieder eine Mitteilung, wenn etwas auf Xing, Linkedin, Twitter oder Instagram passiert – das sind die sozialen Netzwerke, die ich bespiele (bei anderen sind es vielleicht Facebook, Snapchat, Tinder oder andere).

Das Ergebnis ist dasselbe: Ablenkung Ablenkung Ablenkung.

Natürlich lässt sich mit Disziplin einiges verbessern. Geblockte Telefonzeiten oder die Gewohnheit, E-Mails nur zu bestimmten Zeiten abzurufen. Natürlich hängt das vom Job ab, und es ist kein Allheilmittel.

Die Lösung: Am Papier herrscht Ruhe
Will man aber einmal wirklich in Ruhe arbeiten und nicht gestört werden, dann empfehle ich eine ganz klassische Methode: Ein Notizbuch aus Papier. Hier herrscht nämlich absolute Ruhe und die Konzentration stellt sich von selbst ein.

Ob das dann ein einfacher Block, ein stylisches Marken-Notizbuch etwa von Moleskine oder Leuchtturm ist oder ein eleganter Organizer aus Leder von Midori oder – besonders schön – von der österreichischen Papierschmiede Paper Republic, ist nur eine Frage des Stils. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Konzentriertes Arbeiten, keine Ablenkung. Es sollten nur keine fliegenden Zettel sein.

Das Schreiben mit der Hand hat übrigens auch noch einen weiteren Vorteil: Der Prozess des Schreibens ist ein ganzheitlicher. Tippen ist eindimensional. Notizen auf Papier sind ganzheitlich, sprechen alle Bereich des Hirns an, integrieren.
Für Konzepte, Ideensammlungen, Darstellen von Zusammenhängen verwende ich auch deshalb gerne ein Notizbuch.

Das eine schließt ja übrigens das andere nicht aus: Die fertigen Seiten digitalisiere ich nämlich und speichere sie wieder in meinem digitalen Gedächtnis. So bleibe ich auf der einen Seite kreativ und es geht aber dennoch nichts verloren.

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Kategorien:Selbstmanagement

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