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Strategien gegen den Information Overload, Teil 1: Das externe Gehirn

 

Die Aufgabe: So viel zu tun, so viele Möglichkeiten
Ich gestehe: Ich liebe es, mich von interessanten Websites, Tweets, Newslettern zu neuen Ideen anregen zu lassen. Aus dieser Fülle entstehen dann viele neue Ideen, die ich als Trendscout nutzen kann. Genauso mag ich es, mit anderen zusammen Ideen zu entwickeln, was man alles gemeinsam gestalten, diskutieren oder durchführen könnte.

Viele dieser Ideen sind gar nicht dazu gedacht, jemals Wirklichkeit zu werden. Aber alle diese Möglichkeiten bleiben „im Hinterkopf“ bei mir und kommen immer wieder einmal hervor – mit dem Hinweis „Das solltest oder könntest du doch einmal machen“.

Anscheinend geht es vielen Menschen so. Und meistens genau dann, wenn man sich auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren möchte, meldet sich diese riesige Aufgabenliste, die wir im Unterbewusstsein gespeichert haben und lenkt uns von der Aufgabe ab, die wird gerade tun wollen.

Die Lösung: Das externe Gehirn
Die beste Methode, mit diesen vielen Ideen umzugehen: Alle Ideen und alle unvollständigen Aufgaben in ein externes System zu transferieren. Dieses System kann ein elektronisches Archivsystem sein – wie etwa Evernote – oder eine elektronische Aufgabenliste wie zum Beispiel Wunderlist, Nozbe oder Todoist. Das kann aber genauso gut ein System aus Papier sein: ein Notizbuch, das entsprechend organisiert ist (zum Beispiel nach der Methode Bullet Journal).

Wichtig ist, dass das System einfach und sicher ist, es muss funktionieren. Ich glaube sogar: Je einfacher, desto besser.

Kein Stress im Unterbewusstsein
Der interessante Effekt ist nämlich: In dem Moment, wo die begonnene Aufgabe, die Idee in dem sicheren System verstaut ist, hat das Unterbewusstsein keinen Stress mehr. Es denkt natürlich laufend und weiter über alles nach. Weil die vielen Ideen sicher abgespeichert sind, lässt uns das Unterbewusste nun die Aufgabe erledigen, die gerade dran ist.

Und damit wirklich nichts verloren geht, habe ich mir eine Liste angelegt, die „Ideen“ heißt: und die sehe ich einmal im Quartal durch. Mein Unterbewusstsein freut sich dann, alle Ideen wiederzusehen und gibt mir bei denen, wo etwas passiert ist, die Rückmeldung, dass man was draus machen kann. Andere wieder kann ich streichen. So oder so: Das externe Gehirn hilft mir dabei, dass nichts übersehen wird und macht mich dadurch effizienter.

Nächste Woche:
Strategien gegen den Information Overload 2: Die Ruhe im Notizbuch

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Kategorien:Selbstmanagement

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