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Wie man Synchronizitäten nutzt

Manchmal haben Vögel auf Bäumen etwas zu bedeuten, manchmal sind es einfach nur Vögel, die auf Bäumen sitzen. (Foto: Christian Handler)

Manchmal haben Vögel auf Bäumen etwas zu bedeuten, manchmal sind es einfach nur Vögel, die auf Bäumen sitzen. (Foto: Christian Handler)

„Aus meiner Erfahrung gibt es so etwas wie Zufall nicht“ (In my experience there is no such thing as luck), sagt schon Obi-Wan Kenobi in Star Wars.

Der große Psychologe C. G. Jung hat solchen bedeutsamen Zufällen den Namen Synchronizitäten gegeben (siehe C. G.Jung, Synchronizität, Akausalität und Okkultismus).

Und die Esoteriker haben sich auf diese Weisheit gestürzt und sehen überall mystische Verbindungen im Universum, meistens dann, wenn man ihnen viel Geld für seltsame Gerätschaften oder für noch seltsamere Dienstleistungen zahlt.

Doch in Wirklichkeit kann für den rational denkenden Menschen die Beschäftigung mit bedeutsamen Zufällen sehr handfest und nützlich sein. Dazu möchte ich ein paar hilfreiche Tipps geben, wie wir solche Zufälle wahrnehmen können und wie wir sie für das eigene Leben nutzen können.

Ziele formulieren
Der erste Schritt ist immer, seine Ziele klar und spezifisch zu formulieren. Erst wenn wir genau wissen, was wir wollen, werden wir aufmerksam gegenüber den Zufällen, die uns dabei helfen, die Ziele zu erreichen. Je genauer und exakter das Ziel formuliert ist, desto leichter ist es, in zufälligen Begegnungen oder Ereignissen die Chancen zu erkennen, die zur Erfüllung der eigenen Ziele dienen.

Den Instinkten vertrauen
Unser Bauchgefühl folgt meistens den richtigen Impulsen, deshalb ist es gut für uns, wenn wir wieder lernen, dem Bauchgefühl zu vertrauen. Auch wenn dazwischen Schwierigkeiten auftreten, hat unser erster Impuls, unser erstes Gefühl, meistens in die richtige Richtung gezeigt.

Offen sein für überraschende Ergebnisse
Synchronizitäten funktionieren meist nicht linear. Gerade überraschende Zufälle, die so gar nicht in unser „normales“ Weltbild passen, helfen uns, neue Möglichkeiten zu sehen und anzuerkennen. Erst wenn wir offen sind für die vielen Möglichkeiten, die uns passieren können, lernen wir, Synchronizitäten überhaupt erst wahrzunehmen.

Die Wahrnehmung ändern
Wir können Chancen in vielen Situationen wahrnehmen, die uns passieren. Aber erst, wenn wir unsere Wahrnehmung schärfen werden wir für diese Möglichkeiten offen. Meditation ist eine gute Möglichkeit, die Wahrnehmung zu schärfen.

Folge den Semmelbröseln
Synchronizitäten sind manchmal wie ausgestreute Semmelbrösel (für LeserInnen aus Deutschland: Brotbrösel). Immer wieder passieren uns eine Reihe von bedeutsamen Zufällen, die in Summe unser Leben verändern. Aber erst, wenn wir bereit sind, diese wahrzunehmen und etwas zu tun, ändert sich unser Leben. Neo aus „Matrix“ hat so einen Moment, als er hört: „Follow the White Rabbit!“

Selbsterfüllende Prophezeiungen
Bedeutsame Zufälle funktionieren manchmal wie selbsterfüllende Prophezeiungen. Erst dadurch, dass wir daran glauben, wird die Realität geändert. Zufälle sind eine Sache, die Bedeutung, die wir den Zufällen zuerkennen, sind eine ganz andere Sache. Ob es nun das Universum ist, das uns die Semmelbröseln schickt, ob wir es Magie nennen oder ob es ein reiner Placebo-Effekt ist – es ist völlig belanglos, wenn es funktioniert und unser Leben ändert.

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Kategorien:Selbstmanagement

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