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5 Tipps, wie man mit Achtsamkeit effektiver arbeiten kann

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In unserer schnellen Zeit scheint es viele Vorteile zu haben, immer erreichbar zu sein und über alles in Echtzeit informiert zu werden.

Doch die dauernde Erreichbarkeit hat ihren Preis: Andauernd läutet das Telefon, dauernd verlangt eine WhatsApp-Nachricht unsere Aufmerksamkeit, immer wieder meldet sich eine App mit Informationen, die unsere sofortige Aufmerksamkeit fordern.

Dadurch werden wir reaktiv statt proaktiv, wir sind immer getrieben von den Aufgaben anderer, anstatt unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Die moderne Kommunikation hat dieses Phänomen der Getriebenheit nicht erzeugt, sondern einfach nur verschärft und deutlicher gemacht.

Einen wirksamen Ausweg aus diesem Teufelskreis ermöglicht das Konzept der Achtsamkeit.

Achtsamkeit ist dabei kein esoterisches Wunderrezept moderner Gurus, sondern bedeutet in Wirklichkeit einfach nur, die kurze Zeitspanne zu nutzen, die zwischen einem Außenreiz und der Reaktion auf diesen Reiz existiert. Anstatt völlig unbewusst auf einen Reiz (Telefon) zu reagieren, können wir lernen und üben, in solchen Situationen bewusst zu entscheiden, als automatisch zu reagieren. Die Automatismen, die wir – bewusst oder unbewusst – als Reaktion auf Außenreize in uns einprogrammiert haben, müssen ja nicht unbedingt die besten sein. Es zahlt sich auf jeden Fall aus, die eigenen Reaktionen immer wieder zu hinterfragen – oder anders gesagt: achtsam zu sein.

Achtsamkeit – die Kunst, die Zeitspanne zwischen Reiz und Reaktion bewusst zu gestalten – kann unser Leben ändern. Es benötigt natürlich jahrelange Übung, um sie perfekt zu beherrschen. Deshalb können wir gar nicht früh genug damit beginnen.

Hier ein paar einfache Vorschläge, um Achtsamkeit in Ihrem Leben zu integrieren:

1. Meditieren Sie täglich. Eine ganz kurze tägliche Achtsamkeits- oder Meditationsübung hilft dabei, die Dinge anders wahrzunehmen. 5 oder 10 Minuten sind am Anfang schon mehr als genug. Es gibt eine Reihe von Apps, die Sie dabei unterstützen können. Oder sehen Sie den den Wolken zu, malen Sie Kreise auf Papier, sitzen Sie einfach nur da, hören Sie dem Klang von Klangschalen oder einem Bach zu. Wichtig ist, dass Sie für eine kurze Zeit ganz bei sich sind. Was Sie genau tun, hängt natürlich von Ihnen ab, probieren Sie es einfach aus.

2. Gewöhnen Sie sich an, am Morgen zunächst einige wichtige Dinge zu erledigen, bevor Sie Ihre E-Mails abrufen. Wir sind am Morgen meist fokussiert und kreativ, deshalb ist das die beste Zeit, um strategisch oder kreativ tätig zu sein. E-Mails lenken dabei nur ab und sollten deshalb erst später bearbeitet werden.

3. Finden Sie Ihren Fokus und arbeiten Sie immer nur an einer Aufgabe gleichzeitig. Wir sind nicht für Multitasking gedacht. Mit einem vernünftigen Aufgaben-Programm können Sie alle anderen Aufgaben im Blick behalten und sich so auf die aktuelle Aufgabe konzentrieren.

4. Schalten Sie Benachrichtigungen (Push-Nachrichten) Ihres Smartphones prinzipiell ab. All diese Apps lenken von der Aufgabe ab, die Sie gerade bearbeiten. Das Gleiche gilt für E-Mails: Je nach Job reicht es, das E-Mail-Programm nur ein paar Mal am Tag zu öffnen und die E-Mails dann konzentriert abzuarbeiten.

5. Gewöhnen Sie sich eine regelmäßige Überprüfung Ihrer Gewohnheiten an. Tragen Sie beispielsweise einen regelmäßigen Termin im Kalender ein (wöchentlich, vierzehntäglich oder monatlich, je nach persönlicher Notwendigkeit) und arbeiten Sie am System. Nehmen Sie sich Zeit, zu überlegen, wie es Ihnen mit Ihren Gewohnheiten ergangen ist, wie Ihr System gerade funktioniert und was Sie ändern wollen.

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Kategorien:Selbstmanagement

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