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Print-Koan #70: Im Dschungel des Urheberrechts, Teil 3

Im Dschungel des Urheberrechts. (Foto: Handler)

Im Dschungel des Urheberrechts. (Foto: Handler)

„Good Morning, Immaterials!“ kracht es aus den Lautsprechern, als Cyberlord Gutenberg und seine Freunde wieder einmal durch den Dschungel des Urheberrechts robben, der aufgehenden Sonne entgegen. Danach ertönt Musik.

Radio am Morgen“, seufzt einer der Soldaten, als sie ihre mageren Feldrationen – bestehend aus wenigen Kilobytes – zu sich nehmen.

„Es ist kein Radio, sondern ein Streaming-Dienst“, sagt Cyberlord Gutenberg. „Streaming-Dienste ersetzen immer mehr die Radiosender. Das Finanzierungsmodell ist dabei sogar flexibler. Konsumenten können bezahlen, in dem sie entweder Werbung über sich ergehen lassen oder indem sie einen kostenpflichtigen Dienst wählen, der werbefrei ist. So oder so kommt Geld zusammen, das den Urhebern zugute kommt, ähnlich wie beim Abspielen von Liedern im Radio.“

„Warum wehren sich dann die Verwertungsgesellschaften so gegen Streamingdienste?“, fragt eine andere Soldatin.

Cyberlord Gutenbergs Antwort wird unhörbar, denn soeben gerät die kleine Gruppe in das Sperrfeuer von Abmahnanwälten.

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt.

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Kategorien:Immaterialgüterrecht, Koan

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