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Verdigris: Eine Umwelterklärung für Print

Drucken ist gut für die Umwelt (Foto: Christian Handler)

Drucken ist gut für die Umwelt (Foto: Christian Handler)

Aus: The weekly Verdigris blog von Laurel Brunner, Übersetzung Christian Handler

Laurel Brunner

Laurel Brunner

Wir lesen und hören heute viel über die Kreislaufwirtschaft. Die Idee ist, dass alles, was als Güter und Ressourcen verbraucht wird, als Rohmaterial wieder eingesetzt wird. In einer Kreislaufwirtschaft wird Abfall als neues Rohmaterial oder als Komponente für ein neues Rohmaterial genutzt. Bekannte Beispiele sind Abfallpapier, das als Grundlage für neues Papier verwendet wird oder Plastik-Pellets, die als Zumischung in Beton verwendet werden. Das ist im wesentlichen die Kernbotschaft der Kreislaufwirtschaft, auch wenn es manchmal viel komplizierter dargestellt wird.

Was aus Sicht von Print an dieser Idee von Bedeutung ist: Die Druckbranche könnte ein klares Statement über ihre Beiträge zur Kreislaufwirtschaft setzen. Denn es gibt hier viel zu sagen: von der Tatsache, dass Print verlässlich und seriös ist , bis hin zur Tatsache, dass Gedrucktes auf einer Erntewirtschaft beruht, deren Grundlage (Holz) sich laufend erneuert. Die Druckindustrie spricht derzeit nicht laut über ihre Umweltreferenzen, aber das sollte sich ändern.

Wir brauchen ein Mission Statement für Gedrucktes

Die Industrie braucht eine Art von Umwelterklärung, eine Art Mission Statement für Gedrucktes, das erklärt, warum und wo die Druckbranche einen positiven Beitrag für die Umwelt leistet. Wir müssen dabei weit über die bekannte Prahlerei gehen, dass Papier ein nachhaltiger Rohstoff ist. Die Diskussion sollte sich weniger um das Thema Recycling drehen als viel mehr um die Effektivität von Medien und echte Nachhaltigkeit.

Digitale Technologien sind auf der einen Seite verantwortlich für die Kannibalisierung von traditionellem Gedruckten und auf der anderen Seite erzeugen sie ein großartiges Umwelt für viele neue Möglichkeiten im Bereich Print und Kommunikation.

Kombination von Print und Digital

Digitale Medien können nämlich gut mit konventionellen physischen Medien koexistieren und diese Koexistenz kann ausgenutzt werden, um starke und nachhaltige Dialoge zu erzeugen. Diese Dialoge können über verschiedene Medienkanäle hinweg ablaufen; sie erzeugen einen Dialog mit dem Publikum, sie erzeugen Geschichten, die sich über die Zeit entwickeln.

Die Kombination von digitalen und physischen Medien ist eine einzigartige Plattform für extrem hochwertige Medienbeziehungen, die auf langen und spannenden Geschichten basieren. Es sind diese Beziehungen, diese Kraft, die sie für Markeninhaber liefern, die Gedrucktes relevant, überzeugend und unverderblich macht. Aber alles das funktioniert nur, wenn wir uns wirklich darum kümmern und etwas daraus machen.

Wie wir über Medien denken, hängt meist davon ab, auf welcher Seite des Spektrums wir uns befinden: Kreation, Produktion, Distribution, Verwendung oder am Ende des Lebenszyklus. Die Wertschöpfungskette im Medienbereich sollte ermutigt werden, die Lebenszyklen zu Ende zu denken und zu überlegen, wie sehr Print beim Schützen der Umwelt hilft und wie sehr Print eine Kreislaufwirtschaft unterstützt.

Wir sollten imstande sein, das in einer Umwelterklärung für Print darzustellen, die die Vorteile von Print bei Kaufentscheidungen betont.

Wir sollten über eine reine Verteidigung von Print auf Papier gehen und die Rolle des Druckens als treibende Kraft im Marketing darstellen.

Zum Originalartikel von Laurel Brunner

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This work by The Verdigris Project is licensed under a Creative Commons Attribution-NoDerivs 3.0 Unported License.

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Kategorien:Druckbranche, Umwelt

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