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Print-Koan #62: Zeitschriften

Foto: Handler

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Cyberlord Gutenberg blickt vom Tablet auf und sagt: „Neuigkeiten werden gerne im Internet gelesen, Zeitschriften jedoch gerne auf Papier. Woran liegt das?“

Er blickt in die Runde und erläutert seine Sicht der Dinge: „Die Neuigkeiten passen zur Natur des Internets: Man konsumiert sie am liebsten in Echtzeit. Damit überholen Neuigkeiten im Internet die Druckmaschinen und die Distribution spielend.“

Zeitschriften jedoch leben von den Inhalten. Eine Redaktion bereitet Nachrichten und Hintergrundinformationen auf und bringt sie in Form. Das könnte auf Tablets oder im Netz theoretisch ebenso gut funktionieren wie auf Papier. Es gibt jedoch kaum Zeitschriften, deren Online-Version es wert ist, gelesen zu werden. Ein PDF reicht nicht aus.“

Damit nickt er den Anwesenden zu und öffnet die aktuelle Ausgabe von „Wired“ auf seinem iPad. „Wenn sich alle Zeitschriften im Netz so präsentieren würden, gäbe es keine Zeitschriften auf Papier mehr.“, lautet sein Abschluss.

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt. Die Print-Koans handeln von Meister Cyberlord Gutenberg, der die schmale Grenze zwischen Print und Online bewohnt.

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