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Print-Koan #47: Wie liest man heute ein Buch?

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Das Kaminfeuer knistert. Cyberlord Gutenberg bittet heute seine Gäste, ihre Lesegewohnheiten zu erläutern.

„Ich lese mein Buch am liebsten auf Papier.“, sagt René Charti, „Nur so behält der Text die Ursprünglichkeit. Die Haptik, das Anfassen, der Geruch, das Geräusch beim Umblättern, das macht ein Buch aus.“

„Ich höre mein Buch am liebsten als Hörbuch, denn ich bin jeden Tag drei Stunden mit dem Auto unterwegs. Da geht was weiter!“, meint Frank Kinito.

E-Books sind am besten!“, sagt Susanne Sandale, „Ich habe so 50 Romane für den Urlaub dabei und immer noch genug Platz für meine Schuhe im Koffer.“

„Ich mag die Kombi-Variante am liebsten“, sagt Erik Technofreak, „Und mit Whispersync von Amazon kann ich das Audible-Hörbuch an einer beliebigen Stelle unterbrechen und genau an der gleichen Stelle am Kindle im e-Book weiterlesen.“

Cyberlord Gutenberg fasst zusammen: „Anscheinend gibt es im Bereich der Bücher eine klare Marktsegmentierung. Die verschiedenen Arten, Bücher zu lesen, werden heute von verschiedenen Zielgruppen genutzt. Jede Art des Lesens hat ihre Vorteile.“

Hintergrund:
Eine Deloitte-Studie aus dem Jahr 2016 zeigt: Bei Büchern hat die klassische gedruckte Version in allen Altersgruppen die höchste Beliebtheit, gerade auch bei einer jüngeren Zielgruppe. In diesem Segment ist von einer digitalen Disruption – einer massiven Veränderung des Marktes hin zu e-Books – bisher nichts zu bemerken. Es gibt eine friedliche Koexistenz zwischen den Welten.

Zur Deloitte-Studie

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt.

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Kategorien:Koan

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