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Print-Koan #37: Plastik im Teich

Papier ist potenziell für die Ewigkeit gedacht.

Papier ist potenziell für die Ewigkeit gedacht. Wie sieht das mit der Cloud aus? (Foto: Handler)

Cyberlord Gutenberg sitzt am Ufer des Teichs im Garten des Klosters. Er wirft kleine Steinchen ins Wasser. Neben ihm liegt die Zeitung von heute.
„Machen wir ein Gedankenexperiment“, sagt er. „Wie lange wird es wohl dauern, bis diese Zeitung verrottet, wenn ich sie in den Teich lege? Tage, Wochen, Monate?“. Er sieht seine Schülerinnen und Schüler erwartungsvoll an.

„Tage“, sagen die einen. „Wochen“, sagen die anderen.

Dann zeigt der Meister auf eine Plastikflasche, die neben ihm liegt: „Und die hier? Wie lange wird sie wohl im Teich schwimmen, bevor sie verrottet? Jahrzehnte? Jahrhunderte? Jahrtausende?“.

Ein Schüler protestiert: „Meister, du übersiehst, dass auch Plastik recycliert werden kann. So stellt sich das Problem des Verrottens gar nicht.“

Cyberlord Gutenberg sagt: „Du hast Deine Disziplin hier im Kloster gelernt; und du kennst die Folgend Deines Handelns. Deshalb handelst Du nachhaltig.“

„Aber sieh in die Welt! Wie viel Plastikmüll landet heute im Meer und wird nicht recycliert?“

Hintergrund:

Plastikmüll ist zum globalen Problem geworden. Über die Nahrungskette kann Plastikmüll Tieren und Menschen gefährlich werden.

Greenpeace über Plastikmüll

WWF über Plastik

OceanCare über Plastikmüll 

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt.

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Kategorien:Koan

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