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Welches Moleskine ist am besten geeignet für die Verbindung von Bullet Journal mit Evernote?

Bei der Frage, wie man sich organisieren sollte, ob elektronisch oder auf Papier, bin ich ja für ein Sowohl-als-auch anstatt für ein Entweder-Oder. Je nach Typ, der Stimmung oder der Situation wird nämlich das eine oder andere sinnvoll sein.

Ich glaube, nur so kann man die heute vorhandenen Welten der Selbstorganisation nutzen. Auf der einen Seite ist das die Welt der Selbstorganisation auf Papier, derzeit repräsentiert durch die Methode „Bullet Journal“ (siehe diesen Artikel von mir über Bullet Journal). Auf der anderen Seite ist das die Welt der elektronischen Selbstorgantionsprogramme, die alles in einer elektronischen Repräsentanz, beispielsweise in Evernote haben möchten.

Was mir wichtig ist: Beide Methoden haben absolut recht. Es wird eben von der Persönlichkeit und der Situation abhängen, was man auswählt. Und sowohl das eine wie auch das andere können sich ja auch kurzfristig ändern.

Wenn man beides verwendet, ist es wichtig, dass man die auf Papier vorhandenen Teile der Selbstorganisation schnell, korrekt und schmerzfrei von der Papier-Welt in die virtuelle Welt bekommt.

In meinem Fall läuft der Test mit klassischen Moleskine-Journalen als Vertreter der Papierwelt und Evernote als Vertreter der digitalen Speicherwelt. Von den Moleskine-Journalen gibt es in vielen Varianten. Geordnet sind sie hier in der Reihenfolge der besseren Verwendbarkeit.

Platz 4: Irgendein Moleskine
Für den ersten Test habe ich ein einfaches Standard-Moleskine genommen. Der Nachteil: Die Evernote-Pagecam erkennt leider nicht vollautomatisch, wo die Seiten sind (Doppelseiten). Also: immer wieder mehrfach Fotos machen, die Ergebnisse sind in gut der Hälfte der Fälle einfach nicht brauchbar. Immer wieder muss man die Seitengrenzen manuell eingeben. Das kostet Zeit und macht keinen Spass.

Das Moleskine Evernote Smart Notebook (Bild: Moleskine)

Das Moleskine Evernote Smart Notebook (Bild: Moleskine)

Platz 3: Das Evernote Smart Notebook
Von Moleskine gibt es auch ausdrücklich für Evernote gedachte Evernote-Moleskines. Im Lieferumfang sind hier bunte Smart Stickers dabei. Mit diesen einfachen Papierklebern kann man Seiten ganz einfach kennzeichnen. Die Pagecam von Evernote erkennt dann problemlos diese Marker und kann die Seiten so vollautomatisch mit Tags versehen.

Meine Empfehlung: Wenn ein Evernote Notebook, dann für ein Bullet Journal ein kariertes Heft, das lässt sich besser strukturieren. Die Farbe des Covers ist technisch egal, aber mein persönlicher Tipp ist die derzeit absolut trendige Variante im echten Evernote-Giftgrün. Damit macht man auch eine Designaussage, es ist absolut nerdig und einfach Moleskine-Kult pur!

Ein gewisser Nachteil dieses Moleskines ist hier natürlich, dass man Index und Seitennummern manuell eintragen muss. Das ist sicher gut und hilfreich für den bußfertigen Selbstorganisierer, der Fortgeschrittene will natürlich mehr automatisieren.
Alle Evernote Notebooks kommen übrigens mit einem dreimonatigen kostenlosen Zugang zu Evernote.

Das Moleskine Evernote Livescribe Notebook (Bild: Moleskine)

Das Moleskine Evernote Livescribe Notebook (Bild: Moleskine)

Platz 2: Das Evernote Livescribe Notebook 
Wenn man richtig viel Geld hat, ist das Evernote Livescribe Notebook eine sehr coole Option. Hier steckt die Pagecam bereits in dem Livescribe-Schreiber (den man um rund 100 Euro extra kaufen muss). Die Übertragung aus dem Schreiber in Evernote läuft dann im Rahmen einer Synchronisierung über Bluetooth praktisch vollautomatisch, inklusive einer automatischen Seitennummerierung. Das Ergebnis: Eine perfekte digitale Kopie des Journals in Evernote, völlig ohne Anstrengung. Ein weiterer Vorteil: Die Handschrifterkennung funktioniert besser als allen anderen Varianten, weil der Livescribe-Stift weiß, in welcher Reihenfolge Sie den Text geschrieben haben.

Das Moleskine Evernote Business Notebook (Bild: Moleskine)

Das Moleskine Evernote Business Notebook (Bild: Moleskine)

Platz 1: Das Evernote Business Notebook
Das Evernote Business Notebook ist deshalb mein absoluter Favorit, weil es eine echte Hybrid-Lösung ist. Standardmäßig sind die Seiten nummeriert und ein Index ist auch schon vorgefertigt. Also weniger Arbeit für den Fortgeschrittenen, der möglichst viel Arbeit an die Software oder das Notizbuch übergeben will. Der Vorteil liegt aber vor allem daran, dass die Evernote-Pagecam in der Praxis beim Business Notebook die Seiten am besten interpretieren kann. Ein eigenes Feld im Moleskine erzeugt dann sogar vollautomatisch einen Termin in Evernote. Ein erneutes Fotografieren von Seiten (Beleuchtung, Reflexe, Helligkeit) ist bei diesem Notizbuch nur sehr selten notwendig, weil es meistens beim ersten Mal tadellos funktioniert. So soll das in der Praxis ablaufen!

Und auch beim Business Notebook sind die Smart Stickers und 3 Monate Evernote dabei.

Zusammenfassung
Durch die Wahl des richtigen Evernote-Journals kann der Evernote-Benutzer, der gleichzeitig ein Bullet Journal nutzt, viel Zeit beim Scannen sparen. Und wenn alles einmal in Evernote ist, greift die Suchfunktion und das Elefantengedächtnis, und nichts geht verloren. Selbstorganisation auf Papier und in der virtuellen Welt können einander so wunderbar ergänzen.

Links
Mehr über Bulletjournal
Moleskine-Notizbücher
Moleskine Evernote Smart Notebook (29,95 Euro)
Moleskine Evernote Livescribe Notebook (29,90 Euro)
Moleskine Evernote Business Notebook (37,50 Euro)

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Kategorien:Selbstmanagement

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  1. Schöner und aufwendiger Blog. Leider kann weder sowohl noch alsauch die ein-geteilte Zeit vermehren.

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    • Genau. Alle Werkzeuge helfen nur dabei, den Wert der Zeit zu erkennen und dann entsprechend zu handeln. Und erledigen muss man die Dinge, die einem wichtig sind, dann immer noch. Auch das geht leider nicht von selbst.

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