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Print-Koan #31: Wer blockt die Blocker?

Quelle: Horizont, 5. Februar 2016

Am Cover des Horizont vom 5. Februar 2016 wird auf die Problematik der Adblocker hingewiesen

 

„Erst haben Sie uns erklärt, dass wir unsere Inhalte gratis im Internet veröffentlichen sollen. Der Werbeeffekt würde die Auflagen im Print-Bereich pushen und die Werbeeinnahmen in die Höhe treiben.“, erzählt Cyberlord Gutenberg.

„Dann haben sie unseren Kunden weisgemacht, sie sollen nur mehr im Internet werben, weil keiner mehr die Print-Versionen liest. Und die User ja die Inhalte sehen wollen und die Werbung ertragen werden“, erläutert er weiter.

„Jetzt erklären sie uns, dass die User die Werbung im Internet so satt haben, dass sie Adblocker einsetzen, um werbefrei zu unseren Inhalten zu kommen. Uns entgehen die Werbeeinnahmen und wir stellen unsere Inhalte gratis zur Verfügung. Und wir sollen jetzt Adblocker blocken und werbefreie Bezahlmodelle als Alternative anbieten. Was kommt als nächstes?“, drückt der Meister nun sein Unbehagen über die Werbewirtschaft aus.

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt.

Hintergrundinfo

Mehr als 21,8 Milliarden US-Dollar gehen der Werbewirtschaft jährlich durch Adblocker verloren, hat eine Studie von Adobe und Pagefair im letzten Jahr herausgefunden.
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Die IFRA veranstaltet am 11. Februar 2016 in Frankfurt eine eigene Konferenz zum Thema Ad-Blocking
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Konsumenten bevorzugen in Wirklichkeit Printanzeigen, sagt eine aktuelle Fallstudie
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Kategorien:Glosse, Koan

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