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App-Empfehlung: Selbstorganisation mit Nozbe

Die Benutzeroberfläche von Nozbe: Effizient und übersichtlich

Die Benutzeroberfläche von Nozbe: Effizient und übersichtlich

Auf der Suche nach dem perfekten Selbstorganisationsprogramm habe ich mir Nozbe angesehen. Gleich vorweg: Es ist für mich eines der besten Systeme am Markt.

Nozbe setzt konsequent auf das Konzept „Getting Things Done“, eine moderne Selbstorganisationsmethode. Alle Aufgaben landen zunächst in der Inbox und werden von dort auf die Projekte verteilt. Es gibt eine einzige Kategorie „Priorität“ und keine Abstufungen in weniger oder mehr wichtig. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber ganz einfach effektiv. Schließlich will man die Aufgaben erledigen, und nicht bewerten und verwalten. Priorität haben die Aufgaben, die man mit dem Prioritätsstern kennzeichnet oder die am heutigen Termin fällig sind. Ganz einfach.

Apropos gewöhnungsbedürftig: Nozbe ist vor allem dann schnell zu lernen, wenn man die begleitenden Lernvideos ansieht, die der CEO Michael Sliwinsky persönlich aufgenommen hat. Man merkt ihm an, dass ihm das Thema Selbstorganisation wirklich am Herzen liegt; dieser Funke springt dann schnell über.

Highlights

Nozbe ist eine Cloud-Software: Alle Daten liegen am Server von Nozbe. Applikationen für praktisch alle verfügbaren Plattformen greifen auf den zentralen Datenbestand zu, die Synchronisation erfolgt automatisch. Auf welcher Plattform man auch immer gerade arbeitet, Nozbe und damit die eigenen Prioritäten sind immer sichtbar.

Ein Highlight von Nobze ist die Verwaltung von Aufgaben: Aufgaben können mit Terminen (auch wiederkehrenden), Notizen, Dateianhängen, Checklisten und Kategorien versehen werden. So kann man sich schnell und einfach organisieren.

Aufgaben können im System eingetippt oder als E-Mail an Nozbe versendet werden. Dadurch bleibt der E-Mail-Posteingang leer. (Dieses Konzept bezeichnet man als Inbox Zero; dadurch wird der Posteingang nicht als ToDo-Liste missbraucht; alle Aufgaben landen im zentralen Aufgabenerledigungssystem Nozbe).

Eine weitere Besonderheit von Nozbe ist die Verbindung mit Evernote, die ganz wunderbar funktioniert, wenn sie einmal eingerichtet ist. Das geht so: man erstellt eine Notiz in Evernote und vergibt einen Termin. Damit erscheint in Nozbe automatisch eine Aufgabe, die mit dieser Notiz verlinkt ist. Wenn man den Termin in Nozbe oder Evernote verändert oder fertig stellt, schreibt das andere System jeweils mit.

Ein weiterer Vorteil wird für viele wird die Tatsache sein, dass die Software aus Polen stammt und die Server damit innerhalb der EU liegen. Damit ist das System auch für die geeignet, die amerikanische Software (und die Sicherheit der Daten auf amerikanischen Servern) mit Vorsicht betrachten.

Kritik

An der grafischen Darstellung sollten die Entwickler aus meiner Sicht noch etwas arbeiten. Ja, man findet sich recht schnell zurecht und die Darstellung ist effizient, aber besonders schön sieht es nicht aus. Für die Benutzerführung gilt dasselbe: sie ist ebenso effizient, aber ohne nette Effekte. Möglicherweise ist diese vornehme Zurückhaltung aber Teil des Konzepts – nichts gerät zwischen den Benutzer und die Erfüllung der Aufgaben.

Auch die deutsche Übersetzung der Benutzeroberfläche ist in einigen Bereichen noch verbesserungsbedürftig: So meint das Programm im Logbuch: „Sie beendete Aufgabe“, obwohl ich doch ein Mann bin.

Zusammenfassung

Nozbe kann praktisch alles, das hat einen laufenden Preis: Mit rund 10 Euro im Monat zählt das System nicht zu den billigsten. Das erste Probemonat ist auf jeden Fall kostenfrei.

Ich kann jedem, der Selbstorganisation mit elektronischer Unterstützung betreiben möchte, nur empfehlen, Nozbe einmal auszuprobieren.

Hier können Sie Nozbe kennenlernen!

Name Nozbe
Art der Software Liste/Kanban/Kalender Liste
Wo kommt es her? Sitz des Unternehmens Polen
Plattformen Web ja
Desktop Windows ja
Desktop Mac ja
iPhone ja
iPad ja
Android ja
Synchronisierung Web-Synch oder nur lokal ja
Teamfähigkeit Synchronisation mehrerer Benutzer ja
Delegieren von Aufgaben möglich ja
Kosten für Kauf in Euro
Laufende Kosten in Euro 9,99 Euro pro Monat, günstigere Jahrestarife
Kostenlose Demo? Gibt es eine Demoversion,
was sind die Einschränkungen?
Ja, ein Monat komplett, dann reduziert auf 2 Projekte
Integration mit Evernote Ja, Synch mit Terminen
Anzeige von Evernote-Notizen
Dropbox Ja
OneNote Nein
Box Ja
Pocket/Instapaper Nein
E-Mail-Anbindung Mail to App Ja
– mit Parametern Ja
– mit Anhängen Ja
Termine Können Aufgaben mit Terminen und Erinnerungen angelegt werden? Ja
Integration mit Kalender Ja, nur über Google-Kalender
Integration mit iOS-Todo-Liste Nein
Wiederholungen möglich Können wiederholende Aufgaben angelegt werden (täglich, wöchentlich, monatlich)? ja
Beschreibung der Aufgaben Sind Anmerkungen möglich? ja
Sind Unterpunkte möglich? ja
Sind Dateianhänge möglich? ja
Gruppieren von Aufgaben Tags/Etiketten ja
Schlagwörter nein
Farben/Symbole ja
Projekte Können Aufgaben zu Projekten zusammengefasst werden? Ja, über Projekte

Anmerkung: Dieser Text ist Teil einer Serie über Selbstmanagementprogramme und behandelt die Version vom Dezember 2015.

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Kategorien:App, Selbstmanagement

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