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Print-Koan #13: Der Streit


Zwei Schüler von Cyberlord Gutenberg gerieten in Streit und fragten den Meister um Rat.

Der eine Schüler sagte: „Der ist ja gar nie im Fassl* gewesen. Was berechtigt ihn, der Druckbranche zu sagen, was wir tun sollen?“

Der andere Schüler entgegnete: „Die Sprache der Betriebswirtschaft ist universell gültig. Auch in der Druckbranche braucht es zeitnah einen Return on Investment.“

Cyberlord antwortete: „Mu.“

Ein Koan ist eine kurze Geschichte, meist eine Anekdote, die eine typische Aussage eines Zen-Meisters zeigt.

*Mit dem „Fassl“ ist der alte Brauch der Drucker gemeint, ausgelernte Lehrlinge in ein großes Fass mit Wasser zu werfen und so von den Sünden Ihrer Lehrzeit reinzuwaschen. Danach werden die frischgebackenen Gesellen noch auf einen nassen Schwamm gesetzt. Dieser Brauch leitet sich vom „Gautschen“ der Papiermacher her, bei dem auch das noch nasse Papier im Rahmen des Produktionsprozesses zwischen zwei „Schwämmen“ gedrückt wurde. Die weiteren feuchtfröhlichen Rituale sind nur echten Druckerinnen und Druckern bekannt.

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Kategorien:Betriebswirtschaft, Druckbranche, Glosse, Leben, Unterhaltung

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