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Ink und Slide von Adobe: Lineal Genial

Mit Ink & Slide können auch Untalentierte perfekte Kreise zeichnen. Was werden erst Profis damit tun?

Mit Ink & Slide können auch Untalentierte perfekte Kreise zeichnen. Was werden erst Profis damit tun?

Ich gebe zu: Ich konnte nie zeichnen. Zumindest haben mir das meine Zeichen-Lehrerinnen immer gesagt. Es scheiterte meistens an zwei Dingen:

Zum ersten ist mein erster Strich immer falsch – erst im nächsten Anlauf würde ich ihn richtig setzen, aber da ist der Fehler schon unverrückbar am Papier.

Und zum zweiten kann ich freihändig einfach keine geraden Striche und schon gar keine exakten Kreise zeichnen.

So wurde aus meiner Zeichenkarriere eben nichts. Dafür kann ich ganz gut mit Computern umgehen.

Erstmals Hardware von Adobe

Letztes Jahr hat Adobe nun den Adobe-Stift und das Adobe-Lineal angekündigt und jetzt konnte ich ihn endlich testen. Bisher war ich ja eher der Desktop-User mit InDesign und Photoshop.

Ich war natürlich skeptisch: Stifte für das iPad gibt es ja schon viele. Für die wirklich Kreativen unter uns (ich kann ja nicht zeichnen) sind die sicher auch gut verwendbar. Für mich Untalentierten eher nicht.

Was ist an dem Adobe-Angebot nun so anders?

Der Stift (mit dem Namen „Ink“) sieht recht stylisch aus und kann in verschiedenen Farben leuchten. Das ist cool, bringt aber nicht unbedingt Punkte bei der Funktionalität. Die Einstellungen für den Stift können dabei in der Cloud gespeichert werden. Das ist schon wesentlich interessanter und hilft beim Übergang vom Desktop-Programm zur mobilen Applikation.

Das Lineal (genannt „Slide“) aber ist der eigentliche Star der neuen Hardware-Combo. So schnell und intuitiv hab ich selten etwas verstanden und zu schätzen gelernt. Es ist einfach unglaublich: Endlich kann ich gerade Linien zeichnen!

Auf den zweiten Blick zeigt sich dann das volle Potenzial: es ist noch einfacher, ich muss nicht mal den Stift an das Lineal anlegen. Und es funktionieren auch Kreise oder Kreissegmente, Dreiecke und so weiter. Also eine echte Erweiterung für den Kreativen. Wirklich gut gelungen! Und es gibt eine unendliche Undo-Funktionen, die wir am Papier nur begrenzt haben. Ideal für Leute wie mich, die den ersten Strich immer falsch ansetzen (Remember: Ich kann nicht zeichnen).

Das Beste ist also wieder einmal die Software (guess, was Adobe besonders gut kann?)

Vor allem in der Verbindung mit der Adobe-Cloud zeigen Ink und Slide dann, was sie wirklich können. Alles was ich zeichne, kommt in die Cloud. Die Farbpaletten kommen aus meiner Color-Farbauswahl, die ich letztens entdeckt und mit dem iPhone in die Cloud gebeamt habe.

Ausprobiert habe ich Ink und Slide mit den neuen Adobe-Draw-Programmen. Die sind natürlich kostenlos, denn gezahlt wird das Ganze mit der Mitgliedschaft in der Adobe Cloud, die sich nun langsam auszahlt. Das Synchronisieren funktioniert perfekt. Skizzen auf dem iPad, ab in die Cloud und auf dem Desktop dann fertigstellen und verwenden. Alles das könnte eine Revolution des Zeichnens einläuten.

Zeichnen for the Rest of us …

Ink und Slide sind also ideal für alle wie mich, die gerne auch mal eine Hilfe annehmen, um zum Beispiel echte Kreise zu zeichnen.

Die mitgelieferten Programme sind dabei echte Werkzeuge für die kreative Zeichenarbeit geworden. Für bestimmte Zeichen-Anwendungen hat Papier nun endgültig ausgedient, die digitale Zeichenwelt bietet hier einfach mehr.

Der ursprüngliche Fantasiepreis von fast 200 Euro wurde auch schon auf etwas marktgängigere 124 US-Dollar gesenkt. Sobald die Combo auf unter 100 Dollar oder Euro sinkt, könnte tatsächlich eine Revolution des Zeichnens anstehen. Zumindest für Banausen wie mich.

Ink & Slide von Adobe
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Foto: Handler

Der stylische Stift spielt in Verbindung mit der Software sein ganzes kreatives Potenzial aus.

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Kategorien:App, Design

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