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Creative Cloud 2014: The Medium Is The Message

Creative Cloud (Foto © Johanna Handler)

Creative Cloud (Foto © Johanna Handler)

Warum die Creative Suite 2014 eine Sensation ist!
Adobe hat im Juni also eine neue Version der Creative Suite vorgestellt. Die Creative Suite ist ja so etwas wie der Standard im Bereich der Kreativprogramme für Designer für jedes Medium (Print, EPub, Web, Video) und wird seit zwei Jahren nur mehr als Cloud-Abonnement verkauft (siehe dazu meinen Blog-Eintrag von 2013).
Die neuen Versionen der Programme haben auch diesmal wieder eine Reihe von neuen Features spendiert bekommen, die die letzten Box-Versionen aus dem Jahr 2012 ziemlich alt aussehen lassen.
Natürlich ist ein solches Update technisch gesehen gar nicht mehr zu einem definierten Termin notwendig, die Cloud-Applikationen können ja laufend  aktualisiert werden. Die Show diente also wohl eher dazu, wieder einmal Aufmerksamkeit zu erhalten und mit neuen Features all jenen lange Zähne zu machen, die noch nicht in der Creative Cloud sind.
Wenn die Muse mich küsst…
Die eigentliche Revolution in der neuen Creative Suite liegt aber hinter den Kulissen. Immer mehr zeigt die Integration mit dem Web ihre Stärken. Als Designer möchte ich heute an jedem Ort mit jedem Endgerät an meinen Projekten arbeiten können, wo auch immer die Muse mich küsst. Und ein Projekt am iPad beginnen, im Büro weiterbearbeiten, vielleicht zwischendurch mit einem Smartphone noch ein paar Korrekturen durchführen. Applikationen sollten mir – wie ein Werkzeug – einfach nur ermöglichen, meine Dokumente immer und überall möglichst schnell und effizient zu bearbeiten.
Genau diesen Weg geht Adobe mit der laufenden Integration von mobilen Geräten in die Creative Suite. Es geht ja nicht um dummen Cloud-Speicher, sondern um inteligenten Zugriff auf meine gespeicherten Daten. Ein Beispiel für praktische Anwendbarkeit ist die mobile Version von Kuler, mit der man von unterwegs Farbschemata erstellen kann (siehe mehr dazu in diesem Eintrag).
Es geht also gar nicht so sehr um die neuen Features, sondern um die Art, wie Kreative in Zukunft arbeiten werden. Natürlich fehlen noch viele Bausteine auf dem Weg zur optimalen Integration, die neue Version zeigt aber schon sehr schön, wo die Reise hingeht: Daten in der Cloud, Werkzeugsets für jede Art von Endgerät, je nachdem was auf dem konkreten Kastl Sinn eben  macht, Öffnung gegenüber von anderen Entwicklern. Diese komplette Integration bringt im Moment nur Adobe mit der Creative Cloud.
Cloud for The Crowd
Auch wenn sich jetzt also langsam die Nebel um die Cloud lichten, hat die Umstellung auf ein Mietmodell doch für nachhaltige Aufregung in der kreativen Community gesorgt. Dem trägt Adobe jetzt ebenfalls Rechnung: Es gibt nun günstige Lizenzmodelle für reine Fotografierer und spezielle Varianten für Bildungsinstitute und Lehrende.
Wenn dann noch die Lizenzüberprüfung etwas benutzerfreundlicher gestaltet wird  (warum muss ich mich immer gerade dann neu anmelden, wenn ich keinen Internetzugang habe und die Software meint, dass ich die notwendigen Schriften zwar am Rechner habe, aber eben jetzt nicht verwenden darf?), dann werden wohl auch die letzten Vertreter der Box-Versionen auf die Cloud-Version umstellen.
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Kategorien:Druckbranche, Technik

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