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Die Creative Cloud hebt langsam ab

Kuler

Kreativität  aus dem Garten.
Kuler verwandelt Augenblicke in Farbpaletten

Die Integration von neuen Diensten und Funktionen macht das monatliche Zahlen endlich sinnvoll

Als Adobe im letzten Jahr das Lizenzmodell der Creative Cloud vorgestellt hat, war die Kreativbranche nicht besonders glücklich darüber. Zu lange war Software in einer „Box“ „verkauft“ worden; und das angebotene Mietmodell zeigte gegenüber der früheren Version keine echten Vorteile. Und auch wenn ich selbst schon im Juni letzten Jahres in diesem Blog eine Lanze für die Adobe-Cloud gebrochen habe, hatten die Kritiker bislang ja bis zu einem gewissen Grad recht: Die Cloud-Version bot eigentlich keine wesentlichen Vorteile gegenüber einer Box-Version. Und für Potenzial alleine Geld auszugeben, macht nicht unbedingt Sinn.

Nun, ein halbes Jahr danach macht sich das Warten endlich langsam bezahlt. Ein Typekit-Zugang, etliche Gigabyte Speicher in der Cloud und eine Reihe von neuen Funktionen, die exklusiv für die Creativ-Cloud-Variante zur Verfügung stehen, machen den Umstieg schon fast unumgänglich…

Typekit: Immer die richtige Schrift installiert

Inkludiert in der Creative-Cloud-Lizenz ist ein Typekit-Portfolio-Lizenz. Das bedeutet, dass 100 Schriften aus der Typekit-Bibliothek gleichzeitig installiert sein dürfen. Seit es solche Schriftnutzungsangeboten wie Typekit gibt, „zahlt“ ja sich die Anschaffung einer Schrift nur mehr in den seltensten Fällen aus. Im Rahmen der Creative Cloud handelt es sich aus meiner Sicht beim Typekit-Zugang um ein attraktives Zusatzangebot, das zur Vielfalt der Schriftauswahl beiträgt.

Cool? Kuler!

Eine wunderbare Applikation schon für den Gelegenheitskreativen ist übrigens das in der kostenlos in der Creative Cloud inkludierte Utility „Kuler“. Dahinter verbirgt sich zunächst die Idee, dass man Farbschemata (= 5 Farben) mit anderen Kreativen teilen und im Netz verbreiten kann. Die „garantierten Trendfarben 2014“ beispielsweise.

Das Schöne an Kuler ist aber vor allem, dass die Daten über verschiedene Geräte vollautomatisch synchronisiert werden, wie es eben bei Cloud-Applikationen üblich ist.

Wenn ich also irgendwo die Farben für mein nächstes Heft sehe, schnappe ich mir das iPhone, starte die Kuler-Applikation, richte die Kamera auf die Seite mit den Farben, und speichere sie. Am nächsten Morgen im Büro öffne ich Kuler in InDesign: meine Trendfarben von gestern kann ich sofort nutzen.

Das Bestechende an solchen kleinen Applikationen ist, dass sie gewisse kreative Arbeitsabläufe soweit erleichtern, dass man sie dann überhaupt erst einmal durchführt.

Ausblick

Adobe zeigt mit den neuen Funktionen der Creative Cloud, welches Potenzial in einem Publishing-Workflow steckt, der geräteübergreifend funktioniert und Kreativität dort ermöglicht, wo man gerade ist. Gleichzeitig wünschen wir uns von der Kreativfront natürlich, dass diese Möglichkeiten viel schneller integriert werden als es bisher geschehen ist.

Zu Adobe
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Kategorien:Technik, Unterhaltung

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