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Die Cloud im Fokus: Eine Lanze für Adobe

Die negative Berichterstattung rund um die aktuelle Vorstellung von Adobes Creative-Cloud-Konzept treibt mich dazu, eine Lanze für Adobe zu brechen. Denn aus meiner Sicht werden die wirklichen Entwicklungen, die mit dieser neuen Software-Generation möglich sind, bei aller Kritik nicht gesehen.

Dass es dabei sinnvoll sein wird, von einem Kaufmodell auf ein Mietmodell überzugehen (wie es bei vielen anderen Softwarediensten durchaus schon längst üblich ist), hat viel Kritik hervorgerufen. Dabei ist die Creative Cloud aus meiner Sicht zunächst nichts anderes als die Übertragung von heute üblichen Software­standards in den Kreativbereich. Softwareboxen gehören der Vergangenheit an. In Zeiten, da wir wie selbstverständlich auf unseren Smartphones jede Art von Software über das Internet installieren, unsere Musik streamen, unsere Fotos mit allen unseren Freunden/Freundinnen teilen, wird dieser Standard wohl auch sinnvollerweise für den Kreativbereich gelten dürfen. Es geht ja auch hier schlicht und ergreifend darum, mit den eigenen Kollegen und Kolleginnen und den Kunden einfach arbeiten zu können.

Der Grundgedanke des modernen mobilen Arbeitens ist: Wo auch immer ich bin, mit welchem Gerät auch immer ich arbeite – egal ob Smartphone, iPad, Desktop-Computer – ich arbeite immer mit meinen Einstellungen und an meinen Daten, die nicht mehr nur auf einer Maschine vorhanden sind, sondern über die Cloud auf allen Geräten synchronisiert werden. Damit kann ich unterwegs Skizzen am Smartphone entwickeln und anschließend am Desktop-Computer an diesem Projekt weiterarbeiten und das Projekt anschließend meinem Kunden zeigen.

Adobe hat mit der neuen Version der Creative Suite nun diesen Weg konsequent eingeschlagen. Das Zentrum sind die Cloud-Dienste. Daraus ergibt sich ebenso logisch, dass die Softwarelizensierung über ein laufendes Miet-Modell abgewickelt wird. Auch für die E-Mails zahlen wir ja für die monatliche Benutzung des Services und nicht für das E-Mail-Programm. Natürlich kann man Adobe vorwerfen, dass das neue Modell etwas überfallsartig und mit zu wenig Vorbereitung auf den Markt geworfen wurde. Ich meine aber: Es wurde schon Zeit, dass auch der Kreativbereich in der modernen Welt des vernetzten Arbeitens ankommt!

PS: Leider ist in all dem Trubel über die Cloud ganz untergegangen, dass die neue Version wieder ein paar feine neue Features bringt. Nur ein ganz kleines Beispiel: Eine Funktion, die verwackelte Bilder entwackelt.

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Kategorien:Technik

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